Der Ex-Kommissar-Rex wünscht sich mehr Dialekte im Fernsehen und nennt Einheitsjargon einen „Horror“. Warum ihm regionale Sprache so am Herzen liegt und was er am TV-Deutsch kritisiert.
Schauspieler Tobias Moretti (66) vermisst zunehmend regionale Sprachfärbungen im deutschen Fernsehen. „Ich leide darunter, dass einerseits Dialekte, andererseits die Hochsprache in so einen Einheitsjargon verflacht werden, dieses Reality-TV-Deutsch. Ein Horror“, sagte der Österreicher in einem „Stern“-Interview.
Dialekt sei ihm als Tiroler generell enorm wichtig. „Gerade, wenn man mit literarischer Hochsprache zu tun hat, lernt man die Nuancen des Dialekts zu schätzen.“
Moretti, der in den 90er-Jahren als Ermittler in der TV-Serie „Kommissar Rex“ bekannt wurde, ist am 5. September in der Improvisations-Serie „Die Hochzeit“ in der ARD zu sehen. Darin spielt er einen Tiroler Hotelier und spricht auch Dialekt.
Vor seiner Schauspielkarriere studierte Moretti Musik und Komposition in Wien. Er hat außerdem ein Diplom als Landwirt und lebt auf einem Bauernhof in Tirol.