Neue Aktion: Kriegsgegner blockieren Rüstungsunternehmen

Am Mittwoch blockierten Kriegsgegner in Köln ein Gebäude der Bundeswehr, am Donnerstag zogen sie in die Nähe des Hauses von Rheinmetall-Chef Papperger. Jetzt gab es wieder eine neue Aktion.

Aktivisten des Antikriegs-Bündnisses „Rheinmetall entwaffnen“ haben eine Protestaktion vor einem Gebäude der Deutz AG in Köln abgehalten. Die Polizei sprach von gut 200 Beteiligten.

Der Motorenbauer Deutz hatte zuletzt angekündigt, seine Rüstungssparte deutlich ausweiten zu wollen. Dagegen richte sich die Aktion, sagte Jonah Fischer von „Rheinmetall entwaffnen“. Deutz habe auch im Ersten und Zweiten Weltkrieg schon kräftig Waffen produziert, das setze sich jetzt fort. Die Beteiligten der Aktion hätten zwei Eingänge des Gebäudes blockiert. Die Polizei habe sie dann von dort wegbewegt und die Blockade aufgelöst, so Fischer. 

Ein Sprecher von Deutz kritisierte, das gewaltsame und vermummte Blockieren des Servicelagers im Stadtteil Kalk und die damit verbundene Gefährdung der Mitarbeiter seien inakzeptabel. „Wir danken der Kölner Polizei für das schnelle Eingreifen und gehen davon aus, dass die Arbeitsabläufe ohne große Verzögerung weiterlaufen können“, so der Sprecher.